TietzelsTipp: Der Meteorologe von Olivier Rolin

Olivier Rolin, Der Meteorologe

Man muss starke Nerven haben, wenn man dieses Buch liest. Der Autor beschreibt das Leben des russischen Meteorologen Alexei Wangenheim, das beendet wurde in der Stalinzeit durch die bekannten “Säuberungen“, von denen man zwar gehört hat, deren buchhalterische Unerbittlichkeit, wie sie hier aufgelistet wird, man sich aber trotz allem nicht wirklich vorstellen kann.

Rolin war eher zufällig auf Wangenheim gestoßen. Seine Liebe zu Russland führte ihn verschiedene Male nach Archangelsk und von dort flog er 2010 zu den Soloweski-Inseln im Weißen Meer (das musste ich erst einmal googeln), auf denen sich ein wunderschönes Kloster aus dem 15. Jahrhundert befindet und wo 1923 das erste „Arbeitslager“ des GULag entstand. Rolin fand dort eine über 30.000 Bände umfassende Bibliothek vor, die sich aus den mitgebrachten Büchern der Gefangenen speiste, und da stieß er auf ein Werk, das Elena, Wangenheims Tochter, im Selbstverlag zum Gedanken an ihren Vater herausgegeben hatte. Neben den zahlreichen Briefen, die Wangeheim aus dem Lager an seine Frau schrieb, finden sich darin wundervolle, kolorierte, gleichwohl naive Zeichnungen: Bilder aus der Natur, Landschaften, Häuser, Schiffe, Tiere, Pflanzen, Polarlichter am Nachthimmel. Wangenheim sprach durch diese Zeichnungen direkt zu der kleinen, bei seiner Verhaftung erst vierjährigen Elena: er schickte ihr unterschiedlich gelappte und gefiederte Blätter, anhand derer sie die Zahlen lernen sollte. Er gab ihr Rätsel auf und zeichnete die Lösungen. Er stelle ihr die verschieden Früchte vor, die er aß und seine Katze. Dieser verzweifelte Versuch, in seiner desolaten Situation selber den Mut nicht zu verlieren und Frau und Kind zu trösten, ist ungeheuer anrührend.

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Wenn man dann die Geschichte erfährt dieses erfolgreichen und anerkannten Wissenschaftlers, den eine billige Denunziation ins Gefängnis, ins Lager und schließlich in den Tod führte, bleibt man fassungslos zurück. Misswirtschaft, die allein die Partei zu verantworten hatte, hatten Dürre über das Land und ein große Hungersnot gebracht. Was lag da näher, als den Meteorologen dafür verantwortlich zu machen, der das Wetter „sabotiert“ hatte. Keine Begründung für irgendeine Schuld war offensichtlich zu absurd, wenn man sich überhaupt die Mühe einer Begründung machte. In der Zeit des „großen Terrors“, 1937-1938 unter Jeschow, der auch zur Ermordung von über tausend Opfern aus dem Lager der Soloweski-Inseln führte, unter ihnen Wangenheim, gab es jene „Ausführungsbestimmung 00447“, die für jede Stadt und jede Region eine Quote für die Verurteilung (1. Kategorie: Todesurteil, 2. Kategorie: Lager) vorgab: für Moskau: fünftausend Todesurteile, für Leningrad viertausend. Man braucht eine Weile, bis man das ganz verstanden hat.

Erst in den 50er Jahren wurde Wangenheim rehabilitiert, in den 90er Jahren fand die Menschenrechtsorganisation Memorial das Massengrab, in dem auch Wangenheim verscharrt wurde. Dieses Buch zu schreiben, muss dem Autor sehr viel abverlangt haben. Dem Leser wird es genauso gehen. Es wird ihn tief bewegen.

TietzelsTipp: Princeton 66. Die abenteuerliche Reise der Gruppe 47 von Jörg Magenau

Jörg Magenau, Princeton 66. Die abenteuerliche Reise der Gruppe 47

Man hat es damals nicht so richtig mitbekommen, und die Jüngeren unter uns kennen die Gruppe 47 vielleicht gar nicht mehr: den Zusammenschluss eher links orientierter Schriftsteller, die nach dem Krieg, 1947 eben, ein Zeichen setzen wollten. Wie Hans Werner Richter, der „Anführer“ der Gruppe, derjenige, der zu den jährlichen Treffen einlud, es einmal formulierte „auf keinen Fall dürfen die Fehler (i. e. der Nazizeit) wiederholt werden.“ Es war aber niemals eine geschlossene Gruppe, sonder es war das feiwillige Miteinander sehr unterschiedlicher Individuen, die sich als Literaten oder als Kritiker für eine neue Literatur in Deutschland und damit im Grunde für eine neue Gesellschaft verantwortlich fühlten. Siegfried Lenz, Martin Walser, Walter Jens, Heinrich Böll, Hans Magnus Enzensberger, Günter Grass, Uwe Johnson waren wichtige Namen oder Marcel Reich-Ranitzki, Hans Mayer und Hellmuth Karasek als Kritiker.

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Bei den Treffen wurde nach Aufforderung von Richter (und nur von Richter) gelesen, und dann wurde der Text kommentiert – gelobt, verrissen, was auch immer. Nur der Text, nicht der Autor (der schweigend zuhören musste), nicht irgendwelche grundsätzlichen Ideen. 1966 traf sich die Gruppe auf Einladung durch die Amerikaner in Princeton, und Jörg Magenau beschreibt dieses Treffen, als wäre er selber dabei gewesen, so locker und mit leichter Hand, so voller Ironie und geradezu entwaffnender Beschreibung all der vielen Befindlichkeiten, Ängste, Eifersüchteleien, dass man selber zum schadenfrohen Beobachter wird. Das ist meisterhaft und unterhaltsam.

Kaum zu glauben, dass das Häufchen von deutschen Literaten, immerhin 80 an der Zahl, sich in Princeton ganz für sich hielt, kaum den Kontakt zu den amerikanischen Kollegen suchte, so dass man sich fragen lassen musste, warum man sich eigentlich nicht in der Eifel getroffen hätte. Dass man sich mit politischen Statements zurückhalten sollte – nämlich nicht in kritischer Weise zum gerade tobenden Vietnamkrieg Stellung zu nehmen habe –, war eine der Bedingungen für die Einladung von amerikanischer Seite gewesen.

Magenau entlarvt, nicht böse, sondern auf geradezu komische Weise die Wichtigtuerei einer Intelligentia, die im Saft ihrer eigenen Regeln und Bedingungen schmorte und im Grunde nicht frei und offen und aufgeschlossen war, wie sie sich so gern verstanden hätte. Peter Handke stand am Ende der Tagung auf und kritisierte doch grundsätzlich. Er warf den Autoren „Beschreibungsimpotenz“ vor, und Magenau macht deutlich, dass er damit am besten seinen eigenen Text getroffen habe. Für Handke war es der Aufbruch in die Popularität. Kurze Zeit später erfolgte in Frankfurt seine berühmte „Publikumsbeschimpfung“.

Nach Princeton traf sich die Gruppe 47 nur noch einmal. Sie hatte sich überlebt. Die Jugend suchte in der 68er Revolution andere Betätigungsfelder als die Literatur. Magenau ist eine grandiose, humorvolle Analyse gelungen, nicht nur dieses einmaligen Treffens, sondern der Gruppe 47 überhaupt und ihrer Zeit.

Amts- und Landgericht Krefeld

Von Beate Kehren-Böhm

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Im Februar 2016 waren wir mit unserer Facebook-Gruppe „Crefelder Geschichte“ in beiden Gerichtsgebäuden zu einer Besichtigung eingeladen. Diese Aktion wurde wunderbar erklärend begleitend mit dem Vertreter der Vorsitzenden, Richter am Landgericht Dr. Laumann, mit Christian Tenhofen – Richter am Amtsgericht und Pressedezernent des Landgerichts und zwei Justizangestellten.

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Die meisten Krefelder haben vielleicht kein gutes Gefühl beim Eintritt in dieses Gebäude. Aber wenn wir die vielleicht unangenehmen Gründe eines Besuches zur Seite schieben und uns nur auf die „Schönheit“ des imposanten Gebäudes einlassen…. schon muss man begeistert sein.

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Die „hauseigenen“ Zellen des Amts- und Landgerichts waren leider nicht zugänglich. Hier verweilten „Zwischengäste“, die auf ihre Verhandlung oder die Rückführung nach Anrath warteten. Und da war für uns aus Sicherheitsgründen nun mal kein Einlass. Aber ein Blick aus einem sonst nicht zugänglichen Bürofenster war möglich – bis in den Innenhof des Gefängnisses.

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Und dass auf der Steinstrasse einmal die Strassenbahn fuhr, wussten die meisten netten Nasen aus unserer Gruppe vorher auch nicht.

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Oben in einem der weitläufigen Flure hängt im Großformat ein Foto vom historischen Schwurgerichtssaal. So viel angestaubte Romantik hatte leider keinen Bestand.

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Ein Justizangestellter mit ganz viel Wissen führte uns durch das arg angestaubte Aktenlager. Stöbern unter Aufsicht war möglich.

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…und die älteste Akte in diesem Gericht stammt aus dem Jahr 1903

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Aus dem Aktenlager den Weg weiter unter den Dachbalken und man steht unter der Kuppel, die am Preußenring zu sehen ist – genial!!

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Unter den Balken der riesigen Kuppel befinden sich auch die Motoren für die mächtigen Lampen im großen Sitzungssaal – denn irgendwie muss man mal zu reinigen da dran kommen….

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Die wunderschöne Stuckdecke, wurde mit großem Aufwand um 1976 aufwändig restauriert.

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Diese Fenster konnten trotz einem neuen, angehängten Bürotrakt erhalten werden da der „Zwischenraum“ beleuchtet wird.

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Hier ein Link von Justiz-Online, der viele Infos aufzeigt:
http://www.lg-krefeld.nrw.de/behoerde/gerichtsvorstellung/historie/index.php

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Zentralblatt der Bauverwaltung. Ausgabe 43. 1923, Nr. 51/52
Erschienen 1923
Das „Zentralblatt der Bauverwaltung“ widmet am 27. Juni 1923 dem Neubau des Landgerichts und der Erweiterung des Amtsgerichtes in Krefeld einen großen Artikel.
http://digital.zlb.de/viewer/image/14688302_1923_027/1/#topDocAnchor

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Unsere Mitglieder aus der Facebook-Gruppe „Crefelder Geschichte“ waren wohl die bisher einzigen Bürger – außer Schul- und Studienklassen – die sich für das Gebäude ausführlich interessierten. Noch einmal möchten wir uns bei den begleitenden Fachleuten wie Richter und Justizangestellten für ihre geduldigen Erklärungen und ihre Zeit bedanken.

Ein entspannter Abschluss bei Kaffee, kühlen Getränken und einem kleinen Imbiss hatten wir uns später tatsächlich verdient!

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Wer nichts sieht, der weiß auch nichts

von Beate Kehren-Boehm

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Wer nichts sieht, der weiß auch nichts.

Diesen Satz habe ich immer vor Augen, wenn ich durch die Stadt gehe oder fahre. Es gibt so viel zu sehen, dass unser Wissen um die Stadtgeschichte erweitert oder erweitern könnte.

Als Beispiel die alten Villen der Fabrikanten. Die „Reviere“ in unserer Stadt. Wer hat hier gewohnt? Welche Geschichte wird da geschrieben? Zu nennen wären da auch die Villa Poelzig, Haus Gompertz, Haus van Heys, Villa Wirichs, Revier Ulmenstrasse, Villa Waldhof… um nur einige Orte zu nennen.

Krefelder Gärten und Parks sind immer eine Reise wert. Überall gibt es etwas zu sehen und Daheim kann man sein Wissen um die Geschichte der Stadt auffrischen oder auch ergänzen.

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Wir haben uns zuletzt auf den Weg gemacht und haben Wetterfahnen und alte Wetterhähne gesucht. Bei dieser Gelegenheit kann man seinen Blick auf schöne Häuser mit wunderbarem Stuck bewundern oder auch alte Haustüren. Es existieren Wandbilder aus den 50er Jahren, Brunnen, Wasserspiele und noch zahlreiche Denkmäler.

In den letzten zwei oder bald drei Jahren befindet sich die Stadt in großen Veränderungen. Überall wird gebaut – manchmal nicht mit der Zufriedenheit der Bürger. Aber man muss nicht alles schön finden. Hauptsache, es passiert etwas und wenn dann alle sorgsam mit allem NEUEN umgehen, wird das Stadtbild auch wieder schön werden.


Wer nichts sieht, der weiß auch nichts.

Ich hatte Bedenken mit der „Pokemon-Sucht“ – wollte aber auch nicht zu der heutigen Miesepeter-Gesellschaft gehören. Also: abwarten! Nun muss ich sagen, das die neuen Reize und Trends mich mitgezogen haben – obwohl ich mich nicht der Masse anschließen wollte. Ich werde das Pokemon auch nicht nutzen, da ich mit meinem Handy nur telefoniere. Aber mich begeistert es, das die Jugend zur Zeit ein verstärktes Teamwork entwickelt und sich mehr Bewegung gönnt. Es ist also erstmal nicht alles schlecht. Ich erinnere an unsere Schnitzeljagd – im Prinzip ähnlich!

Der 23jährige Sohn ist z.B. früh aus dem Haus mit der Freundin. Man trifft sich mit anderen Fans, um die Stadt zu erkunden. Das finde ich mehr als positiv – denn dabei lernen sie etwas. Denn es ist jetzt Sonntagnacht, etwa 1:09 Uhr und hier in Uerdingen sitzen etwa 35 junge Leute auf dem Mäuerchen, andere mit Campingstühlen vor dem Nord-West-Türmchen an der ehemaligen Stadtmauer um einen Pokemon einzufangen. Ich bin mir sicher, dass die meisten vorher das Türmchen nicht kannten.

Wie das im Strassenverkehr ablaufen soll, weiß ich nicht, aber da kommt jetzt das Stichwort Eigenverantwortung ins Spiel.

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Fotos
No 1 – Blick von der Terrasse der KR-ONE im Behnischgebäude

No 2 – Rheinoase

No 3 – Am Rheintor

No 4 – Burg Linn

No 5 – Museum

Endlich: Beschleunigung der Fernleihe

Hi zusammen,

gute Nachrichten von der Fernleihe. Wir haben uns in den letzten Jahren massiv modernisiert, Auch die Fernleihe wurde, mittels eines TAN Verfahrens und der Möglichkeit der Bestellung von zu Hause auf das Jahr 2016 gepimpt. Das Problem an der Fernleihe ist allerdings der Leihweg, die gebende Bibliothek muss das Teil aus dem Regal nehmen, verpacken, dann auf dem Postweg zu uns schicken….alles sehr langwierig und außerhalb unserers Einflusses. Bis jetzt!

Mit einigen Partnern haben wir es realisiert, dass zumindest die Fernleihe zwischen uns und bestimmten Universitätsbibliotheken via Drohne abgewickelt wird. Nachdem wir im Zuge unseres Umbaus der Ebene 5 endlich auch einen Drohnenport realisiert haben, sind wir froh, Euch mitteilen zu können, dass es jetzt bald losgeht. Wer sich das gute Stück schon mal ansehen möchte…..es wartet auf Aufträge und steht direkt neben dem FernleihPC hinter der Anmeldung….

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Habt noch ein bisschen Geduld, wir sind noch in der Testphase, aber die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Bislang hatten wir nur einen Griff von oben in den Propeller, der Kollegin geht es aber wieder ganz gut.

Petra Sturk, die sich bei uns im Haus auch um die Fernleihe kümmert, sieht auf jeden Fall großes Potential im neuen Service….

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Dann also mal los….let’s fly….

Leider ist es noch nicht möglich Euch die Medien direkt nach Hause zu fliegen….wer weiß, der nächste Schritt womöglich….

Euer Mediotheksteam

Gastbeitrag: Crefelder Geschichte – Der Flohmarkt in der Mediothek Krefeld

Hi zusammen,

Beate Kehren-Böhm, ihres Zeichen Admin der Facebookgruppe „Crefelder Geschichte“ hat uns mal wieder einen tollen Beitrag geschickt….schaut selbst:

Der Flohmarkt in der Mediothek Krefeld

Erstens: ich mag besonders Bücher über Krefeld und auch historische Romane – sehr sogar!!

Zweitens: als Leser sollte man unbedingt auf die Ankündigungen zu den Flohmärkten achten, die zweimal im Jahr an einem Freitag und Samstag in der Mediothek Krefeld stattfinden.

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Drittens: in der Mediothek befinden sich zwei Flohmarktständer im Bereich der Treppe zum Kinder- und Jugendbereich. Diese Flohmarktständer umkreise ich wie eine Motte das Licht und komme nie daran vorbei – schwierig auch am Regal vor der Kasse!! Die Auswahl ist nicht großzügig – aber man muss ja auch nicht bei jedem Besuch dort etwas passendes finden. Allerdings hat hier jeder Leser die Möglichkeit, mit einem kleinen Obolus die Mediothek zu unterstützen und etwas für sein Leseglück zu finden.

IMG_1458Wenn ich dann einen historischen Roman erworben habe, in dem ein wenig unsere Stadt beschrieben wird, wird fast jedes Buch für mich zum Leckerbissen. Eine Beute aus dem Flohmarktständer der Mediothek war vor wenigen Wochen und nur für einen Euro „Maries Schuldschein“ – eine gemütliche Geschichte mit dem Gewicht im politischen Geschehen der damaligen Zeit nach 1804

Zusammengefasst: im französisch besetzte Rheinland zu Beginn des 19. Jahrhunderts heiratet Marie den Mitinhaber einer Leinen- und Tuchweberei. Sie zieht mit ihrem Mann nach Krefeld und sie kaufen ein Haus in der Nähe des Schwanenmarktes. Hier gefällt es ihr gut und als Katholikin besucht sie die Dionysiuskirche – der Pfarrer wird ein Freund des Hauses.

Ein schönes Städtchen mit geraden und sauberen, kleinen Straßen. Auf dem Neumarkt kauft sie mit der jungen Magd Obst und Gemüse. Vor der Haustüre werden Butter, Eier und Käse angeboten. Auf der Rheinstraße lernt sie den Weber Scheuten und seine Familie kennen. Beeindruckt von den Arbeiten der Weber und den bunten Stoffen, übersieht sie nicht die oft extreme Enge in den kleinen Häusern und die meist vorhandene Armut.

Manchmal fühlte sie sich bei den angebotenen Speisen sogar heimisch. Denn im Rhein gab es den Lachs in Hülle und Fülle – ob Köln oder Krefeld, schwimmend kam der Lachs an den zahlreichen Anglern vorbei. Diese verkauften ihren frischen Lachs an Hausfrauen, Mägde und Köchinnen. Manchmal war so ein Fisch für die sparsame Wirtschafterin preiswerter als ein Schwarzbrot. Gebraten konnte er eine Köstlichkeit seit – aber es soll Mägde gegeben haben, die „keinen Lachs“ im Arbeitsvertrag stehen hatten. Andere trauten sich oft nichts zu sagen und gaben lieber der Katze etwas ab.

Nach einem kurzen Eheglück kehrt sie verwitwet mit ihrer kleinen Tochter in das Elternhaus nach Köln zurück. Dort schließt sie sich einer Runde Intellektueller und Freigeister an, die sich mit dem Leben unter dem französischen Regiment arrangiert haben. Sie findet in den Armen des Druckers Jakob auch ein neues Lebensglück, das jedoch nicht lange ungetrübt bleibt. Denn nach der Hochzeit kommt Maries Schwager aus Krefeld und spinnt neue Intrigen gegen die junge Familie. Schon einmal hatte der Krefelder Tuchfabrikant Marie betrogen: Nach dem Tod ihres Mannes stellte er ihr einen Schuldschein aus, dessen Wert sich nur auf einen Bruchteil des ihr zustehenden Erbes belief.

Die Eltern unterstützen Marie und als Großeltern lieben sie ihre kleine Enkelin Hannah und diese mag das „Kitzelspiel“, das mein Urgroßvater zu unserem größten Vergnügen auch mit uns spielte:

Ein Kätzchen,

ein Kälbchen,

ein Gänschen –

ein Killekilleschwänzchen!

…..und blitzschnell kam eine Hand und kitzelte, bis die Kinder kaum noch Luft bekamen und vor Vergnügen kreischten.

Das Sauerkraut-Rezept der Witwe Köhler:
„Sauerkraut-Reibekuchen. Man nimmt frisches Sauerkraut, schneidet es klein und rührt ein paar geriebene Kartoffeln unter. Etwas Kompott dazu – lecker“!

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Als die Preußen Köln besetzen, muss Jakob seine Druckerei schließen. Er geht nach Brabant, um sich den Truppen Napoleons anzuschließen. Wieder alleine, sieht sich Marie den Machenschaften ihres zwielichtigen Schwagers ausgesetzt. Sie entschließt sich mit der Unterstützung einiger Freunde zu einem riskanten Täuschungsmanöver. Das Manöver kann Marie als Erfolg verbuchen und sie findet einen Weg, ihr Geld demnächst aus Köln zu schmuggeln. In Nancy fangen sie ein neues Leben an: Hannah, Jakob und seine Marie.

„Maries Schuldschein“ von Werner Meffert aus dem Droste-Verlag
der Buchtitel ist ein Ausschnitt aus dem Gemälde von Heinrich Maria Hess „Marchesa Florenzi“ mit einem Ausschnitt aus der Kölnansicht von Johann Heinrich Hintze

Gastbeitrag: Crefelder Geschichte – Krieg und Frieden

Hallo zusammen,

Beate Kehren-Böhm hat mal wieder ihr Archiv für uns geöffnet. Heraus kam eine spannende Geschichte aus der Besatzungszeit. Lest mal rein, ist ein spannendes Stück Zeitgeschichte…

Krieg und Frieden

Das Thema „Krieg und Frieden“ begleitet uns mehr oder weniger schon seit Jahren und mein Beitrag dazu ist eine Geschichte aus der belgischen Besatzungszeit. Diesen Bericht bekam ich 1989 aus einem Nachlass (Verfasser unbekannt) auf dem damals üblichen „Seidenpapier“ geschrieben. Das Original habe ich 2005 dem „Arbeitskreis Heimat“ in Fischeln überlassen.

Aus Fischelns Besatzungszeit
Bericht von einem Zeitzeugen – Original übertragen
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In kurzen Zügen soll im folgenden ein Bericht gegeben werden über die Zeit der Besatzung. Viel besonderes ist nicht zu melden.

Alle die 1000 Eingriffe, die mit der Besatzung verbunden waren, in die Freiheit des Einzelnen, der Gemeinde und der Verwaltung sollen nicht im Einzelnen behandelt werden. Diese liegen ja fest in den Generalakten jener Zeit, in den zahllosen Avis und Ordonancen der Militär- und Zivilbehörden der Alliierten. Was sie anordnen, erstreckt sich ja über die ganze 4. Zone, sodaß Fischeln ohne Weiteres all den vielen Unannehmlichkeiten, die sie vorschrieben, unterworfen war. Es soll darum lediglich das Eine oder auch Andere, das Ortsbedeutung hatte, in den folgenden Zeilen für die Nachwelt festgehalten werden.

Am 7.Dezember 1918 zog eine belgische Division in Krefeld ein und die ersten dreisprachigen Verfügungen erschienen an den Anschlagsäulen. Wenige Tage später am 10.12.1918 rückten in Fischeln 800 Mann Feldartillerie ein, die in Bürgerquartieren untergebracht wurden. Obschon versucht wurde die Verteilung der Einquartierung mit den Quartiermachern unter Zuhülfenahme des das Französische gewandt beherrschenden Herrn Pitsch von hier möglichst rasch zu erledigen, was mit Rücksicht auf die Unterbringung der Pferde sehr schwierig war und die Truppen möglichst enge zusammen gelegt werden sollten, kam es zu Beschwerden des Kommandanten hierüber, sodaß der Bürgermeister wie auch der Landrat sich hierzu äußern mußten, worauf die Sache auf sich beruhen blieb.

Zur besseren und leichteren Orientierung mußten sogleich an den Ortseingängen große Schilder mit den Ortsnamen und Richtungsschildern zu den Nachbarorten angebracht werden. Gleichzeitig begann die Bahn- und Postsperre; der Verkehr mit dem rechtsrheinischen Gebiet war vollständig unterbunden, für das Verlassen des Ortes waren Geleitscheine nötig; innerhalb weniger Tage mußten alle über 14 Jahre alten Leute einen Personalausweis mit Lichtbild haben, hinter jeder Haustüre waren Hauslisten anzubringen usw. usw.

Am 11. 12. 18 war die erste Pferdemusterung auf dem Marienplatz. Bei der Gelegenheit wurden 23 Pferde requiriert. Verhängnisvoll war dabei die Auffassung der belgischen Behörden gegenüber jener der deutschen bezgl. des Begriffes Kriegsbeute. solche Pferderequisitionen folgten in großer Anzahl, insgesamt sind an unserem Orte 194 Pferde beschlagnahmt worden. Bei einer dieser Requisitionen bat ein Bauer, dem man schon verschiedentlich Pferde genommen hatte, den leitenden Offizier, man möge ihm  doch sein Tier lassen, da er schon zwei abgegeben hätte, worauf dieser stolz antwortete:“ C’est le jus du conquérant!“

Am 16. Dezember 1919 rückte die für Fischeln bestimmte Besatzung in Stärke von 3 Batterien und 350 Mann Infanterie hier ein. Vom 20.6.19 ab wurden die Mannschaften in Sälen unter-gebracht; lediglich Offiziere, Feldwebel und Stäbe lagen noch in Privatquartieren.
In der Marienschule war eine Wachstube eingerichtet, sodaß verschiedentlich der Unterricht ausfallen mußte. Auch in der Südschule war ein Raum requiriert und im Juli 1919 wurde dort ein zweiter Raum für Besatzungszwecke in Anspruch genommen. In den Schulräumen betrug sich die Soldateska ziemlich rüde, Bilder wurden zerschlagen, Türen an den Schränken eingestoßen, und die Aborte wurden unwegsam.

Anfang April wechselt die Besatzung; waren bis dahin größtenteils ältere Soldaten hier, so kamen nun erheblich jüngere Jahrgänge, deren Benehmen gegenüber der Bevölkerung bedeutend rücksichtsloser und zügelloser war.
Am Weihnachtsabend 1919 mußte Fräulein Dolbaum noch um 12 Uhr abends ein Bad richten für den bei A. Buscher wohnenden Offizier und seine Frau. Auch sonst waren mit der Einquartierung viele Unanehmlichkeiten verbunden. Am unangenehmsten wurde es empfunden, daß die Besatzung mit „Madame“ logierten, wobei  „Madame“ sehr oft eine Freundin war.

Im Juni kam es in Krefeld zu groben Ausschreitungen der Besatzungstruppen. Die Folge davon war auch hier Geschäftsschluß um 5 Uhr, die Straßenbahnen durften nur bis 5 Uhr verkehren und es wurde der Belagerungszustand erklärt. Erst am 2. Juli 1919 wurde der Tag- und Nachtverkehr freigegeben, sodaß man fürderhin einen besondern „Nachtschein“ nicht mehr brauchte. Und als Ende Juli das große internationale Rennen in Krefeld war, wurden die Straßenbahner, die gerade streikten, dazu gezwungen, einige Stunden zu fahren. Um aber der Gesellschaft das Verdienst nicht zukommen zu lassen, kassierten die Schaffner an dem Tage nicht, sodaß jeder frei fahren konnte.

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Die Kommandantur wurde bei Wolf (Marienstr. – Clemensstr.) eingerichtet bis sie an 19.12.1918 an der Düsseldorferstraße 87 untergebracht wurde. Diesem Kommando unterstanden die beiden Gemeinden Fischeln und Osterath. Am 17.6.19. wurde die eigene Kommandantur aufgehoben und Fischeln wurde Krefeld unterstellt. Am 8.7.1919 wurde die Kommandantur Fischeln wieder eingerichtet und am 12.9.19 nach Osterath verlegt. Am 6.1.1920 verließ die hiesige Besatzung unseren Ort, nachdem am Tage vorher ein betrunkener Soldat die Frau des Wirtes Heinrich Wolf von der Marienstraße erschossen hatte. Der Soldat wollte abends nach 10 Uhr noch in die Wirtschaft, die Tür war aber bereits geschlossen. Als ihm auf mehrmaliges Klopfen und Rufen nicht geöffnet wurde, lief der Soldat in sein nahegelegenes Quartier auf der Clemensstraße (bei Nobisrath) holte seinen Karabiner und schoß durch die Tür. Dabei traf er die Wirtin in den Kopf sodaß sie kurz darauf starb. Der Soldat wurde vom belgischen Kriegsgericht am 16. Juli 1920 zu Zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Während des Ruhrkampfes wurde der Arbeiter Scholtisseck beim Ueberschreiten des Bahndammes an der Gladbacherstraße von einem angetrunkenen belgischen Posten angeschossen und am Beim so schwer verletzt, daß er noch heute Rente beziehen muß.
Wie die Besatzung ihren guten Ruf sicherte, zeige nur ein Beispiel. Beim Wirt Holzapfel wurde kurz vor dem Abrücken der Besatzung ein Motor nächtlicherweise gestohlen und auf dem  Grundstück des Schmiedes Wolf unter der Asche vergraben. Dort fand er sich zufällig. Jetzt erinnerte sich Wolf, daß einige Tage vorher die bei ihm quartierten belgischen Soldaten nachts mit ölbeschmutzten Händen aus dem Hof gekommen waren. Da er den Verdacht äußerte, wurden Holzapfel und Wolf vors Militärgericht nach Krefeld geladen, wo ihnen dann von ihrem Verteidiger Dr. Meyer geraten wurde, zu erklären, daß sie keinen belgischen Soldaten in Verdacht hätten, da die gegenteilige Behauptung ihnen schädlich wäre. So hatte die Besatzung die eidliche Erklärung, daß kein Soldat in Frage käme.

Dem Wirt P. Hüttenes wurde von 2 belgischen Soldaten in seiner Wirtschaft eine Brieftasche mit 900,- Mk. entrissen. Beim Appell glaubte er die beiden wieder zuerkennen, wagt aber nicht sie zu bezeichnen. Nach dem Appell erklärte ihm dann ein Belgier, es wäre sein Glück gewesen, daß er keinen bezeichnet hätte; der Kommandant hätte ihn sicherlich einstecken lassen.
Einige Einzelheiten aus der Besatzungszeit sollen nun noch erwähnt werden: Die Bestimmung bezgl. des Aufenthaltes im linksrh. Gebiet für solche, die nicht hier geboren, traf auch für verschiedene Arbeiter des Stahlwerks zu; doch wurde ihrem Gesuch um Aufenthaltsgenehmigung stattgegeben.
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An der Düssesdorferstraße 87 wurde ein Offizierskasino eingerichtet. Die dafür beschaffenen Einrichtungsstücke wirkten aber nicht einheitlich genug, darum wurden die requirierten Sachen zurückgegeben und in Krefeld mußte  eine ganz neue Einrichtung hierfür besorgt werden. Für das Kasino hatte die Gemeinde zu liefern:
Butter, Milch, Wein, Eier u.a.m. Im übrigen griff die Besatzung ziemlich in alle Dinge ein, orientierte sich über alles und jedes. Zunächst einmal erklärte sie alle deutschen Gesetze, die nach dem 12.12.1918 erschienen, als ungültig für das besetzte Gebiet und der Regierungspräsident mußte den selbstverständlichen Vorrang aller Besatzungsverfügungen gegenüber seinen eigenen Anordnungen verfügen. Der Dienstverkehr mit der Besatzung mußte in französischer Sprache erfolgen. Eingaben in deutschen Lettern wurden als „unleserlich“ zurück-gegeben. Hindenburgs Dank an die Bevölkerung vom 23.2.19 durfte nicht veröffentlicht werden. Die Bildung und der Uebertritt zu Ostschutzformationen im Januar 1919 wurde untersagt. Die Verfolgung und Bestrafung deutscher Deserteure wurde verboten.

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Bis Ende Juli 1919 mußten sich die ehemaligen Reserveoffiziere allwöchentlich zur Kontrolle melden. Auch weiterhin wurde von Ihnen ein besonderer Ausweis verlangt. Alle Männer der Jahrgänge 1868 -1901 mußten sich zu einer besonderen Kontrolle auf dem Rathaus einfinden. Prozessionen und Umzüge waren verboten; so durften am Weißen Sonntag 1919 die Kommunionkinder nicht wie üblich am Marienplatz abgeholt werden. Ebenso war das Flaggen der HÄUSER AN DEM Tage verboten; später war nur das Flaggen in den deutschen Nationalfarben untersagt; im übrigen mußte es 48 Stunden vorher beim Kreisdelegierten beantragt werden. Auch die Markusprozession war untersagt, doch fand diese infolge eines Irrtums doch statt. Die Fronleichnamsprozession durfte zwar, nachdem sie anfänglich verboten war, abgehalten werden; doch war das Böllerschießen beim Segen untersagt. Auf Befehl der Besatzung mußten die Bilder des belgischen Königspaares in verschiedenen Schaufenstern mehrere Tage ausgestellt werden. Immer wieder wurden Bahn- und Postverkehr für Tage und Wochen unterbunden. Selbst innerhalb des besetzten Gebietes wurden die Reisegesuche wiederholt abgelehnt. Die Gemeinderatswahlen im Frühjahr 1919 wurden anfänglich untersagt. Später wurden sie genehmigt, nachdem zuvor die Wahlvorschläge mit Kennzeichnung der politischen Stellung der einzelnen Kandidaten eingereicht worden waren. Wahlversammlungen mußten 48 Stunden vorher angemeldet werden und wurden stets durch einen belgischen Beamten überwacht, der vor allem darauf achtete, daß nur die vorher gemeldeten Redner sprachen. Die Anheftung von Plakaten für die Wahl wurde ausdrücklich untersagt. Dem Kontrolleur der Zivilverwaltung mußte die gesamte Dienstpost Rechtsrheinisch expeditionsfertig abgegeben werden, der sie nach Prüfung weitergab. Die Section économieque interessierte sich in langen Fragebogen für das gesamte Wirtschaftsleben, für Einrichtung und Betrieb der hiesigen Werke, für ihre Erzeugung und den Absatz. Der Zivilkontrolleur verlangte Pferde- und Rindviehlisten, die stets auf dem laufenden Tagesbestand zu halten waren. Im September 1919 war ihm eine Liste aller Obstbäume der Gemeinde einzureichen und im Dezember 1920 erkundigte er sich nach dem Kubikinhalt des Gasometers. Er verlangte Auskünfte über das Steueraufkommen, die Monatsabschlüße der Gemeinde- und Sparkasse mußten vorgelegt werden. Dazu mußten der ganze Briefwechsel mit der H.C.J.A. alle Berichte und Aufstellungen stets in 4 bzw. 6 facher Ausfertigung eingereicht werden. Selbstverständlich durften alle Veröffentlichungen und Anschläge erst nach erfolgter Censur erfolgen. Als die Entwertung kam, mußten alle Waren in deutscher Währung ausgezeichnet sein

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Verschiedentlich wurden Wirtschaften für mehrere Tage geschlossen z.B. Holzapfel 3.1. – 17.1.1919 / Ballmann und Fink 20.5.1919 für 8 Tage / Plück und Holzapfel 4.6.1919 für 8 Tage. Die Polizeistunde für den Straßenverkehr war teilweise auf 8 Uhr später wurde sie auf 8 1/2 bezw. 9 1/2 Uhr festgesetzt. In den Schulen wurden alle Uebungen untersagt, die nur im Geringsten nach militärischen Uebungen aussahen z.B. Schulwanderungen, Marsch in Reihen zu vier, in Gruppen usw. Bei Anstellung von Beamten beanspruchte die Besatzungsbehörde ein Genehmigungsrecht, wodurch es besonders schwierig war, Angestellte aus dem rechtsrheinischen Gebiet zu bekommen. Auch über anderen Veränderungen im Beamtenapparat durch Tod, Amtsniederlegung, Krankheit und Urlaub verlangt die Besatzung Mitteilung und behielt sich Einspruch vor. So gab es kein Gebiete, in das die Besatzung nicht eingegriffen hätte; gewiß, man gewöhnte sich nach und nach daran, daß die belgische Flagge auf dem Rathaus wehte; die uniformierten Beamten grüßten die Offiziere der Besatzung nach Vorschrift, jedoch Fahnentrupps ging man nach Möglichkeit aus dem Wege, um die ruhmreichen belgischen Fahnen nicht grüßen zu müssen; sobald man einen belgischen Posten sah, verließ man den Bürgersteig, um nicht von diesem unsanft hinabgestoßen zu werden. Die Verwaltung ertrug die drückende, unangenehme Beaufsichtigung ihrer ganzen Arbeit in der stillen Hoffnung auf andere Zeiten.